Artikel

diMaG – Ausgabe 3

Fliege und Mensch in europäischen Karikaturen oder: Ökologie und das Massensterben von Insekten zwischen Gross und Klein

Autor*innen

Anne D. Peiter

Abstract

Der Beitrag bemüht sich anhand von deutschen, britischen und französischen Karikaturen und Bildergeschichten, zu einer Kulturgeschichte der Insekten beizutragen. Das Ziel besteht darin, durch die Monumentalisierung des Winzigkleinen auf das Artensterben zu reagieren, das, anders als bei vom Aussterben bedrohten Säugetieren, kaum öffentliche Sichtbarkeit gewonnen hat. Während sich bei Schmetterlingen eine starke Sexualisierung abzeichnet, die sich in Jagden mit Netzen dokumentiert, sind Jagden auf Fliegen auf Klatschen und Fliegenpapiere angewiesen. Insgesamt zeigt sich in den Karikaturen eine Individualisierung der Insekten, durch die ihr Massensterben in den Hintergrund tritt. Obwohl Karikatur*istinnen mit kritischem Anspruch auftreten, kommt die Beschäftigung mit den Konsequenzen, die Pestizide, Monokulturen usw. für die entsprechenden Populationen haben, einer Ausnahme gleich. Eine Zeichnung von Maria Marcks leistet diese Abkehr vom einzelnen Insektenkörper. Doch insgesamt stellt sich die Welt der Karikaturen, so die These, als erstaunlich unkritisch heraus.
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